| Pressemitteilungen (Archiv) | |
| Auszüge aus der Presse zu unserer Schiffstaufe. | |
| EL-Kurier |
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Allen Grund zur Freude hat in diesen Tagen die Familie Deymann: Am heutigen Freitagnachmittag, 24. Januar, wird ihr neues Motorschiff ,“Aviso II“ getauft. Zum Festakt ab 14 Uhr werden unter anderem Gitta Connemann (MdB), Kreisrat Reinhard Winter, Harens Stadtdirektor Dieter Schultejanns sowie Bürgermeister Bernd-Carsten Kiebing erwartet. Nach der Taufe durch die Eignerin Tanja Deymann findet im Laderaum des Schiffes der Festakt statt und Pater Sievers wird die Einweihung dw Schiff es vornehmen. Nach seiner Lehre und dem Erwerb sämtlicher Patente, die ihm erlauben, äuf allen deutschen Flüssen zu fahren, wagte Martin Deymann 1992 den Schrift in die Selbstständigkeit. 1996 kam Ehefrau Tanja an Bord, die fortan ihren Mann unterstützte und seit 2000 ebenfalls Schiffsführerin ist. Das erste Schiff, gebaut 1925, war 85 Meter lang und 9,50 Meter breit und hatte eine Tonnage von 1338 t. Im Laufe der Jahre modernisierte das Ehepaar Deymann immer wieder ihr Motorschiff, bis es schließlich 1999 verkauft wurde. Mit ihrem zweiten Schiff, 1980 gebaut, konnten Martin und Tanja Deymann jetzt eine Ladung von 2154 Tonnen auf dem Schiffsweg transportieren. Im vergangenen Jahr wurde das Schiff verkauft. Den Entschluss, ein neues, größeres Schiff bauen zu lassen, haften die Schiffseigner schon zwei Jahre zuvor gefasst. Im Mai‘ 2001 unterzeichneten sie mit der Schlömer-Werft in Leer entsprechende Verträge. In der Ukraine wurde schließlich das Kasko des neuen Schiffes gebaut. Danach ging es nach Millingen, Holland. Hier wurden innerhalb einer Woche die Unterwasserarbeiten ausgeführt sowie die Maschine und die Stromaggregate eingesetzt. Weiter ging es nach Hoogezand. Hier folgte die Fertigstellung des Schiffsneubaus. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem der Anschluss der Maschine, die Elektroinstallation, das Aufsetzen des Steuerhauses und der Luken sowie der Ausbau der Wohnung. Nach einer Bauzeit von nur elf Wochen konnte das Motorschiff ,,Aviso II“ von Delfzijl nach Eemshaven auf die erste Probefahrt gehen. Am vergangenen Mittwoch folgte die Überführung des Motorschiffes nach Haren. Mit an Bord waren Mitarbeiter des Bundesamtes für Wasserstraßen und des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen. ,Ohne Probleme und zur Zufriedenheit aller“, so Eigner Martin Deymann, absolvierte die ,,Aviso II“ Ihre erste Messfahrt von Papenburg nach Haren und bahnte sich ihren Weg durch die Ems. Das war einfach hervorragend, wir müssen uns bei allen beteiligten Firmen für die Arbeit bedanken.“ Am Nachmittag legte das Schiff im Harener Hafen an und zog sogleich die Besucher an. Eine weitere Messfahrt folgt am Montag, 27. Januar, von Haren nach Lingen. Und wenn alles gut geht, kann das Motorschiff ,,Aviso II“ auf die erste Dienstfahrt“ gehen, die dann eine Ladung nach Rotterdam transportieren soll. Als Ladung kann das Motorschiff 3206 Tonnen aufnehmen. Transportiert werden unter anderem Container, Schüttgut oder Konstruktionsteile. Da die ,,Aviso II“ über einen so genannten Schubkopf verfügt, kann bei Bedarf ein Schubleichter angehängt werden und ebenfalls beladen werden. Bei dem Schiffsneubau handelt es sich um ein gedecktes Schiff, das bedeutet, das Ladung vor Wasser geschützt werden kann. Darüber hinaus verfügt das Schiff über Drei-Kranschotten, dabei kann der Laderaum durch Schotten unterteilt werden, so dass gleichzeitig unterschiedliche Ladung transportiert werden kann. Neben der Familie Deymann Ist auch stets ein Matrose mit an Bord. Außerdem wird ein Schiffsjunge, der eine Ausbildung zum Binnenschiffer absolvieren wird, das Team verstärken. |
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Meppener Tagespost: |
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Schiffsfahrt mit Satellitenhilfe Hunderte Schaulustige am Ufer und auf Brücken - Sicherheit im Vordergrund Meppen (mf) Zur Einbahnstraße wurde gestern abschnittsweise der Wasserweg zwischen Haren und dem Raffineriehafen LingenHolthausen. Das Gütermotorschiff (GMS) Aviso II fuhr von seinem Heimathafen zur Übernahme der ersten Fracht, be- gleitet von Fachleuten des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Meppen musste Kapitän Martin Deymann zum ersten Mal an die, von Politikern sem Tag ein Kunststück voll-und abgesichert durch ein bringen, mit dem er bei ,,WetFahrzeug des Wasserschutzpo- ten, dass...?“ auftreten lizeikommissariats Meppen. Es könnte: ein 11,45 m breites wurde gestestet, ob man künf- Schiff in eine 12 m breite tig GMS auf der Wasserstraße Schleusenkammer zu bugsieEms und dem Dortmund-Ems- ren. Moderne Technik half da-Kanal einsetzen kann. bei: Funkkontakt zu den Mit-Am Bug und am Heck der arbeitern am Bug und das BugAviso hatten WSA-Mitarbeiter strahiruder machten die zentiGPS-Transmitter angebracht, metergenaue Einfahrt in die mit Satellitenhilfe wurde jede Schleuse möglich. Langsam Schiffsbewegung aufgezeich- ging es im Schleusenkanal zwlnet. Das vorausfahrende Boot schen Hüntel und MeppenHaren“ überwachte die Was- Holthausen weiter. Bei der sertiefe und per Radar die Um- Einfahrt in die Flussstrecke gebung. Überall am Ufer und musste vorsichtig eine Untiefe auf den Brücken hatten sich passiert werden, bevor es etSchaulustige eingefunden, was flotter weitergehen manche begleiteten die Fahrt per Fahrrad auf dem Leinpfad. Auf dem Schiff gab es fur die Landtagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe, den Bürgermeistern Bernd-Carsten Hiebing (Haren) und Heinz Jansen (Meppen) sowie Landrad Hermann Bröring viel Gesprächsstoff. Denn das GMS kann auf vielen europäischen Binnenwasserstraßen verkehren, ob es künftig auch auf der Ems und dem Dortmund-Ems-Kanal zu finden sein kann, sollte die Testfahrt zeigen. Brönng sah sich in seiner Forderung nach einem Ausbau der Verkehrswege der Ems-Achse bestätigt. Man müsse auf den Trend zu größeren Schiffen reagieren, sonst drohe ein wichtiger Verkehrsträger in der Region zu verkümmern. Vom Schiff aus wurde der geplante Standort fur den gemeinsamen Hafen der beiden Städte Haren und Meppen besichtigt. Der mögliche Einsatz von GMS sei ein weiteres Argument für diesen Hafenneubau, meinten Hiebing und Jansen. Spannend wurde es dann wieder in der Emskurve am Esterfelder Forst mit ihrem Radius von 600 Metern. Das 110 Meter lange Schiff konnte hier seine Wendigkeit unter Beweis ste1len. Langsam ging es im Bereich der Hubbrücke in Meppen voran. Ähnlich wie bei der Schleuseneinfahrt kam es hier auf Präzision bei der Fahrt durch den Kurvenbereich an, der an dieser Stelle durch eines der Brückenwiderlager eingeengt wird. Die Ergebnisse dieser Probefahrt sollen vom WSA auch für die Diskussion um die Zukunft dieser Brücke zur Verfügung gestellt werden. Karin Stief-Kreihe nannte den Test hilfreich für die jetzt anstehenden Beratungen. Es sollten alle Pläne und Daten auf den Tisch gelegt werden, um in der Öffentlichkeit und im Rat zu diskutieren, damit ein brauchbare Lösung gefunden werde. Aus Sicht des WSA-Leiters Holger Giest war dies ein historischer Tag. Zum ersten Mal seit dem Bau des Dortmund-Ems-Kanals vor mehr als 100 Jahren kündigt sich ein gewaltiger Sprung bei der Schiffsgröße auf der Ems an. Mit einer Tragfähigkeit von 3206 Tonnen übertrifft die Aviso II die bisherige Standardgröße, das 1350 Tonnen-Europa-Schiff um mehr als das Doppelte. |
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Meppener Tagespost: |
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Haren (hn) |
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Meppener Tagespost: |
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| Haren Am Bug des 110 Meter langen Schiffskörpers zerschellte die Sektflasche. ,,Ich taufe dich auf den Namen Aviso II“ rief Taufpatin Tanja Deymann. Pater Dieter Sievers sprach den Segen über das Schiff und seine zukünftige Besatzung. Und der Harener Shantychor sang: ,,Das ist der Tag des Herrn!“ Zahlreiche Ehrengäste und Schaulustige verfolgten am vergangenen Samstagnachmittag unter strahlender Sonne im Harener Hafen die Taufe des derzeit größten Harener Binnenschiffes. ,Für uns ist ein Traum Wirklichkeit geworden!“ bekannte Schiffseigner Martin Deymann, der zusammen mit seiner Ehefrau Tanja, die — wie er —Schiffsführerin ist, und der kleinen Tochter während der Fahrten an Bord wohnen wird. Mit ihnen werden ein Matrose und ein Schiffsjunge, der eine Ausbildung als Binnenschiffer absolviert, die Besatzung bilden. Martin Deymann: ,,Wir bleiben der Binnenschifffahrt treu und werden nicht die Fronten wechseln!“ Vor elf Jahren hat der junge Harener den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt; vier Jahre später kam seine Frau an Bord. Ihr im Jahr 1925 gebautes und immer wieder modernisiertes erstes Schiff, verkauften die ,,Deymanns“ im Jahr 1999. Das zweite wurde im vergangenen Jahr veräußert, nachdem man sich für einen neuen, großen Neubau entschlossen hatte. Mit der Schlömer-Werft der DAMEN-Gruppe in Leer wurden die Bauverträge geschlossen. Das Kasko wurde in der Ukraine gebaut. Im holländischen Millingen und in Hoogezand ,,reifte“ der Neubau zu einem modernen Gütermotorschiff (GMS): 110 Meter lang, 11,45 Meter breit, Tiefgang 3,60 m‘ Ladevermögen 3206 Tonnen, Containerkapazität 208 Stück in vier Lagen. Der Motor hat eine Stärke von 2400 PS. Bewegliche Schotten ermöglichen eine räumliche Unterteilung bis zu vier Einheiten. Harens Bürgermeister Bernd-Carsten Hiebing übergab der Familie Deymann Flagge und Wappenteller der Schifferstadt und wünschte, dass deE~füt des jungen Ehepaares. ein Signal für die übrigen Binnenschiffer in Haren und in Deutschland sein möge. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann wünschte, dass dieser Mut eine Aufbruchstimmung ,,in einer Zeit, die eher von Zukunftspessimismus geprägt ist“, auslöse. 3206 Tonnen Ladevermogen Die Bundespolitikerin trat für eine Verbesserung der Infrastruktur durch den Ausbau der Binnenschifffahrtswege ein. Der Erste Kreisrat Reinhard Winter wies darauf hin, dass die Entwicklungen im Binnenschiffsbau und in der Flottenstruktur sowohl zum Großmotorgüterschiff als auch zum Schubverband tendieren. Daher würden künftig Tragfähigkeiten von 2100 bis 3500 Tonnen in zunehmendem Maße die europäische Binnenschifffahrt prägen. Die Kapazitäten des Dortmund-Ems-Kanals seien jedoch längst erreicht. Im Zuge der in den kommenden Jahren anstehenden Schleusensanierungen, so Winter, müssten Anpassungen an den GMS-Betrieb Berücksichtigung finden. Eine intakte Wasserstraßen-Infrastruktur sei schon heute ein wichtiger Baustein im europäischen Wegenetz und werde in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, betonte Winter. Der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen, Holger Giest, erklärte, dass die Jungfernfahrt der ,,Aviso II“ auf der Ems zu einer offiziellen, von Fachleuten messtechnisch begleiteten Testfahrt werde. Er erhoffe davon das Startsignal für die Realisierung einer regulären Durchgängigkeit der DEK-Nordstrecke für GMS-Schiffe. Der Vorsitzende des Harener St.-Nikolaus-Schiffervereins, der auch für die Gemeinschaft der Harener Binnenschiffer gratulierte, lenkte den Blick in die Niederlande: ,,Was dort für die Binnenschifffahrt eine Selbstverständlichkeit ist, ist in Deutschland leider die Ausnahme, sonst würden hier mehr Binnenschiffe gebaut!“ erklärte er. Dem Ehepaar Deymann übergab er eine Flagge ni4t dem Bild des heiligen Nikolaus, der von den Binnenschiffern als Schutzpatron verehrt wird. |
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| Schiffahrt und Technik, April 2003 | |
Schiffstaufe in Haren/Ems - Aviso II in Fahrt Es gibt sie noch, die jungen, motivierten und engagierten Unternehmer
in der Binnenschifffahrt. Trotz problematischer finanzieller und steuerlicher
Rahmenbedingungen wird noch investiert. Das war mal wieder ein Fest für die deutsche Binnenschifffahrt.
Mit der obligatorischen Sektflasche taufte Tanja Deymann das neue Flagschiff
von Haren. Nach dem offiziellen Teil hatten alle Besucher die Gelegenheit, das Schiff
zu besichtigen. SuT-Interview mit AVISO II Eigner Martin Deymann |
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| Martin Deymann: Bei allen Problemen die es natürlich gibt — wir müssen aufhören, uns selber um Kopf und Kragen zu lamentieren. Auch unsere Interessenvertreter machen da leider keine Ausnahme. Auf Missstände hinweisen ist das eine, aber nur noch in Problemen zu denken und nicht in Lösungen bedeutet eine Negativspirale. Man kann den Eindruck bekommen, dass die beiden großen Verbände in Deutschland wetteifern, wer das schwärzere Bild von der Schifftahrt malt. Da gibt es doch so einen schönen englischen Spruch? SuT: Die ,,Self fulfilling prophecies“? Ja, das ist sicher richtig. Darum freuen wir uns ja über erfolgreiche Unternehmer wie Sie. Sie sehen sich also nicht adäquat vertreten? Martin Deymann: Nein, sicher nicht. Solange unsere Verbände nicht wirksam gegen die Negativstimmung antreten, erwarte ich von dieser Seite keine Unterstützung. SuT: Was muss denn aus Ihrer Sicht anders werden? Martin Deymann: Die schlimmste Investitionsbremse ist die Versteuerung von Verkaufserlösen — ich meine das Thema § 6b EStG. Hierdurch steht für Neuinvestitionen einfach zu wenig Eigenkapital zur Verfügung. An dieser Stelle sind unsere Kollegen in Holland besser gestellt. Die können den Verkaufserlös eines alten Schiffes zu 100 % in die Finanzierung eines neuen Schiffes stecken. Schon heute ist die deutsche Flotte überaltert. Ohne die Chance für Neuinvestitionen bleiben wir in dieser Abwärtsspirale. SuT: Wo sehen Sie noch weiteren Handlungsbedarf? Martin Deymann: Jeder muss da anpacken, wo er direkt und sofort selbst Einfluss ausüben kann. Also nicht nur wehklagen, was besser werden muss, sondern selbst aktiv werden. Wo ist die Logik, 10 Jahre und mehr für einen Befrachter zu fahren und doch ständig zu klagen? Einladen und jammern, ohne Alternativen gesucht zu haben, kann doch keine vernünftige Geschäftspolitik sein. Treue zu einem Partner sollte nicht dazu führen, dass man sich brav in sein Schicksal und dann in eine fatale Abhängigkeit ergibt. Echte Partnerschaften aufbauen, flexibel und unabhängig bleiben, natürlich hart arbeiten und zum Schluss immer wieder modernisieren- so kann man auch heute in diesem Gewerbe in Deutschland erfolgreich sein. SuT: Stichwort Abhängigkeit — was kann der einzelne hier tun? Martin Deymann: Ich denke eine ganze Menge: Kritisch bleiben, ,,Nein“ sagen zu Frachten, die sich nicht rechnen und auch mal neue Wege gehen. Zum Beispiel das Internet für Akquisition und Marketing nutzen. Wer sich seine Unabhängigkeit erhält und sich keine unwirtschaftliche Sentimentalität erlaubt hat schon eine Menge getan. Wir sind alle ausgezeichnete Navigatoren, aber beim Kaufmännischen hapert es noch häufig. Jeder muss seine Betriebskosten kennen. Und alle Entscheidungen konsequent auf den Erfolg des eigenen Geschäftes ausrichten und nicht auf eine Partnerschaft, in der nicht beide angemessen profitieren. Es ist zu bequem, am Ende eines Jahres zu sagen: ,,Ich bin ja gefahren wie verrückt, aber mein Befrachter hat mich nicht gut eingeteilt‘. Oder wie man es auch oft hört: “Ach was soll ich ändern, mein Befrachter beschäftigt mich ja gut“. Wer ,,beschäftigt“ werden will, ist hier fehl am Platz. SuT: Noch einige Fragen zum Schiff. Was gibt es an Besonderheiten? Martin Deymann: Die Aviso list technisch auf dem neuesten Stand: 2 Radar mit elektronischen Karten, Videokameras, ein BUS-System mit Touchscreen. Aber auch im Laderaum haben wir eine interessante Neuerung. Mit drei flexiblen Schotts können wir aus einem Laderaum bis zu 4 Laderäume machen. Wir können also jede noch so kleine Teilmenge getrennt laden. Bewegt werden die Schotts mit dem Lukenwagen, die Abdichtung zu den Seitenwänden erfolgt mit Planen< in welche Magnete eingearbeitet sind. Durch den Schubkopf können wir zusätzlich noch einen Schubleichter mitnehmen. | |
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| SuT: Und die Lieferanten? Wie war die Zusammenarbeit? Martin Deymann: Alle beteiligten Unternehmen haben ausgezeichnete Arbeit geleistet: Zum Beispiel die Firma Wessels (lnnenausbau und Ruderhaus) oder Elektro Jansen (Bordelektrik/Elektronik und Hydraulik) um nur zwei Partner aus Haren, stellvertretend für die vielen Firmen zu nennen, die die Aviso II mit gebaut haben. Unter der Regie von Damen Shipyards haben alle beteiligten Lieferanten hervorragend zusammen gearbeitet. SuT: Und die l-lauptmaschine? Martin Deymann: Eine MTU Type 16 V4000. M60 mit 2400 PS bei 1800 U/Min. Geliefert von MDB-Roodenburg aus Dordrecht. Mit 2400 to Ladung laufen wir auch bei optimalem Verbrauch immer noch 10 km/Stunde bergwärts. Und der ist relativ niedriger als bei unserem letzen Schiff. SuT: Also rundum zufrieden? Martin Deymann: Absolut. Schließlich haben wir alle hart gearbeitet um das zu erreichen. Mein Dank geht an dieser Stelle besonders an meine Frau, aber auch an viele Freunde und unsere Familie für die tatkräftige Unterstützung. SuT: Herr Deymann, wir wünschen Ihnen allzeit gute Fahrt. |
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